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5. Wo kommt denn nur das Salz(ab)wasser her?


Heringens Bürgermeister Ries berichtet über enorme Schäden des Grundwassers nach 110 Jahren Kalibergbau.


4. Stimmen die zentralen Erkenntnisse von K+S?


Laut Aussage von K+S (PM vom 16.4.2015) finden Salzwasseraufstiege nur begrenzt und in bekannten Entlastungszonen insbesondere entlang der Werra statt. Der BUND Hessen hat bereits im Jahr 2004 in einer Stellungnahme etwas ganz anderes festgestellt. Betreibt man ein bisschen Wortspielerei mag K+S in den Augen von Unkundigen wohl Recht haben, denn was der BUND beschreibt sind bereits Salzabwasseraustritte (versenkte Abfalllauge). Eine Süßwasserquelle hat sich mittlerweile zu einem großen Quellfeld aus Abfalllauge entwickelt.


3. Stillgelegt Trinkwassergewinnungsanlagen


In dem folgenden Flyer der TLUG ist von Trinkwassergewinnungsanlagen die Rede, die durch verdrängtem Formationswasser, vermischt mit Salzabwasser unbrauchbar geworden waren. Einige sollen hier genannt werden: Brunnen Marbach Dankmarshausen, Brunnen zwischen Dippach und Dankmarshausen, Schachtbrunnen Alex, Quelle Landersgrund, Quelle ZWV Dippach, Quelle Josthof Wünschensuhl, Quelle ZWV Gasteroda. Dies ist noch keine vollständige Auflistung...


2. Umweltschutz?


Der Aufstieg der verpressten Salzabwässer durch den Grundwasserleiter Buntsandstein bis zur Oberfläche führt zur Bildung einer großen Anzahl Binnensalzstellen mit Gewächsen, die eher für Küstenregionen typisch sind. Einige Umweltschützer wollen diese Bereiche unter Schutz stellen, Wahrscheinlich ohne die Hintergründe, die zur Bildung geführt haben, auch nur ansatzweise zu verstehen. Dieser falsch verstandene Umweltschutz führt sogar zu der Forderung, man müsse die anthropogen bedingte Salz(ab)wasserzufuhr (d.h. die Versenkung) aufrechterhalten. Richtig ist, dass es schon sehr lange vor dem Bergbau an vielen Stellen Salzwasseraustritte gab, die durch Flurbezeichnungen wie z.B. Salzrasen, Salzrain u.a. dokumentiert wurden. Diese natürlichen Aufstiegsgebiete zeigten nur relativ geringe Salzkonzentrationen. Durch die Versenkung wurden sie für versenkte Salzabwässer jedoch zu „Autobahnen an die Oberfläche“.


1. Heringen (Werra) –versinkt eine Stadt in der Salzabwasserlauge? Warum nimmt die Öffentlichkeit keine Notitz davon?


Warum ist davon bis heute nichts an die Öffentlichkeit gelangt? Warum interessieren sich die Medien nicht dafür? Warum befassen sich Grüne und Umweltschützer nicht mit diesem Thema?

Über viele Jahrzehnte kämpft die Stadt bereits mit den Folgen der Kalilaugenentsorgung. Doch anscheinend haben die Vorteile durch die Kaliindustrie überwogen und man hat die Nachteile zähneknirschend in Kauf genommen. Hessisches Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt – alle wissen seit vielen Jahren Bescheid. Doch jetzt scheint sich das Blatt zu wenden und ein Bürgermeister packt aus:

  • Die kommunale Kläranlage droht zu kippen – 40g Salz pro Liter Abwasser sind im Zulauf und man droht dem Bürgermeister mit der Staatsanwaltschaft, wenn er nichts dagegen unternimmt.
  • Betonrohre des städtischen Kanalsystems befinden sich durch den Salzabwasserangriff in Auflösung.
  • In einem Stadtteil führt der Laugenzutritt zu Inkrustierungen und dadurch bedingtem Rückstau in einem neuen Kanal und dies bis in die Keller.
  • Die städtischen Brunnen sind schon lange wegen Versalzung verloren und man musste bereits vor Jahren einen Wasserbeschaffungsverband gründen. Nun fordert der Bürgermeister 20 Millionen Euro von der Hessischen Umweltministerin um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten!

Alles zu finden auf der Internetseite der Stadt Heringen. Wir haben es für Sie hier zusammengestellt.


Bewirtschaftungsplan für die Flussgebietseinheit Weser




Während die einen auf die Vergesslichkeit der Menschheit hoffen und gebetsmühlenartig kundtun, dass durch die Laugenversenkung Grund- und Trinkwasser nicht gefährdet sind, liefern die anderen immer mehr Belege dafür, dass dem nicht so ist.
Dabei sind es nicht nur die negativ Betroffenen, sondern mittlerweile auch Behörden und Profiteure der billigen umweltschädlichen Entsorgungstechnologie, die erkannt haben, dass mittel- und langfristig die Nachteile wesentlich größer sind als der zeitlich befristete (Raub-)Abbau zum Nutzen weniger.

Erst kürzlich haben „Experten“ des Unternehmens K+S vor hessischen Landtagsabgeordneten wieder behauptet, dass das Trinkwasser trotz Versenkung sicher wäre. Mit den haltlosen Behauptungen, dass der Plattendolomit als Versenkhorizont geeignet wäre und angeblich Salzwasseraufstiege nur begrenzt in den bekannten Entlastungszonen, insbesondere entlang der Werra und außerhalb von Trinkwasser-Schutzgebieten, stattfinden, will man die nächste „letzte“ Versenkgenehmigung vorbereiten. Vergessen hat man wohlweislich, dass nur ca. 1/3 der versenkten Lauge da ist, wo sie sein sollte (Plattendolomit) und man keine gesicherten Erkenntnisse hat, wo die restlichen mehr als 600.000.000 m³ Abfalllauge sind.

Auch das von K+S viel gepriesene sogenannte 3 D-Modell war nach Aussagen der zuständigen hessischen und thüringischen Fachbehörden absolut nicht geeignet, belastbare Prognosen zur Grund- und Trinkwassergefahr zu erstellen. Parallel zu diesen Aussagen geht jetzt der Bürgermeister der Stadt Heringen, der bislang mit Sicherheit nicht zu den Kritikern der Entsorgungspraxis des Unternehmens K+S gehört hat, an die Öffentlichkeit und beschreibt ungeheuerliche Schäden und Vorgänge.


Im Folgenden wollen wir heute beginnen, der Vergesslichkeit der Menschen (K+S, Abgeordneten, Betroffenen und auch der Genehmigungsbehörde zur Laugenversenkung) entgegenzuwirken und Fakten in Erinnerung zu rufen.



Heringen (Werra) –versinkt eine Stadt in der Salzabwasserlauge? Warum nimmt die Öffentlichkeit keine Notitz davon?


Warum ist davon bis heute nichts an die Öffentlichkeit gelangt? Warum interessieren sich die Medien nicht dafür? Warum befassen sich Grüne und Umweltschützer nicht mit diesem Thema?
Über viele Jahrzehnte kämpft die Stadt bereits mit den Folgen der Kalilaugenentsorgung. Doch anscheinend haben die Vorteile durch die Kaliindustrie überwogen und man hat die Nachteile zähneknirschend in Kauf genommen. Hessisches Umweltministerium, Regierungspräsidium, Landratsamt – alle wissen seit vielen Jahren Bescheid. Doch jetzt scheint sich das Blatt zu wenden und ein Bürgermeister packt aus:

  • Die kommunale Kläranlage droht zu kippen – 40g Salz pro Liter Abwasser sind im Zulauf und man droht dem Bürgermeister mit der Staatsanwaltschaft, wenn er nichts dagegen unternimmt.
  • Betonrohre des städtischen Kanalsystems befinden sich durch den Salzabwasserangriff in Auflösung.
  • In einem Stadtteil führt der Laugenzutritt zu Inkrustierungen und dadurch bedingtem Rückstau in einem neuen Kanal und dies bis in die Keller.
  • Die städtischen Brunnen sind schon lange wegen Versalzung verloren und man musste bereits vor Jahren einen Wasserbeschaffungsverband gründen. Nun fordert der Bürgermeister 20 Millionen Euro von der Hessischen Umweltministerin um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten!

Alles zu finden auf der Internetseite der Stadt Heringen. Wir haben es für Sie hier zusammengestellt.


Hhydrogeologisches 3-D-Modell.


Dieses war bereits zwingend für die letzte Versenkgenehmigung von 2011 gefordert, ist jedoch von K+S nie in der Form geliefert worden.

Im Gegenteil, das HLUG als hessische Fachbehörde, die TLUG als thüringische Fachbehörde, das Büro HG, als Behördengutachter des Regierungspräsidiums und der RP selbst haben dem bisher von K+S vorgelegten Modell jegliche Eignung abgesprochen, eine sichere Prognose über die Bewegungen und den Verbleib des verpressten Salzabwassers zu ermöglichen.

Lediglich das hessische Umweltministerium sah das Modell als fast fertig gestellt an, denn sonst wäre ein neuer Versenkantrag und damit der unsägliche 4-Phasenplan von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten:

  • Das Modell funktioniert inzwischen wie ursprünglich geplant. Dies ist jedoch in Anbetracht der bisherigen Ergebnisse und der eigenen Aussagen von K+S mehr als nur unwahrscheinlich).
  • Das Modell wurde endlich „für gut befunden“. Damit würde auf eine Prognosefähigkeit bezüglich der Auswirkungen der bisherigen und zukünftigen Versenkung von Salzabwasser mit der Beeinträchtigung von Grund- und Trinkwasser verzichtet werden.
  • Die Fertigstellung des Modells wird als Bedingung in die Genehmigung aufgenommen und das Problem in die Zukunft verschoben (hat ja schon einmal funktioniert).

Im Folgenden finden Sie die bisherigen Stellungnahmen zum 3-D-Modell der K+S.



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