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Ein Bericht vom Aktionsbündnis Märchenland


Vor der Hauptversammlung:
Am Morgen konnten wir die Installation vor den Augen von Polizei und Sicherheitsdienst aufbauen und mit Polizeigeleit zur Stadthalle rollen. Alles hätte aber gar nicht statt gefunden ohne Frank Sendt, Lippoldsberg, der die Rohr-Konstruktion erschaffen hat! Danke für die Idee, die Schweiß-, Schraub- und Lackier-Arbeiten!
Selbst Norbert Steiner lies es sich nicht nehmen, schmunzelnd das Rohr zu fotografieren. Er äußerte sich anerkennend über unsere Kreativität.
Aktivisten weiterer Initiativen entrollten gerade ihre Transparente, verteilten Flugblätter an die Aktionäre oder drückten in Gespr#chen mit K+S-Mitarbeitern ihre Kritik am Konzern aus. Dabei waren neben dem Aktionsbündnis Märchenland, der BUND, der Naturschutzbeirat Kassel sowie das Salzfreie Märchenland.

In der Aktionärsversammlung ist es zwar möglich, Kritik zu äußern; es ist aber nur eingeschränkt möglich, Vorstand und Aufsichtsrat dazu zu bekommen, auch Stellung zu beziehen. Er kann, muss aber nicht. Dr. Burkhard Lohr ignorierte die kritisierenden Redebeiträge. Sachliche Fragen, die die Entwicklung der Aktiengesellschaft betreffen, müssen dagegen vollumfänglich beantwortet werden. Leider gab es unter den Rednern der diversen Aktionärsschutz-Vereinigungen dieses Jahr keinerlei Problembewusstsein dafür, dass Umweltschutz letztlich auch für den Fortbestand ihrer AG - zumindest in Deutschland - bedeutsam ist. Neben Prof. Gerhard Rohmann und Klaus Becker, beide Gieselwerder, erstmals Tobias Seydler aus Trendelburg mit kritischen Fragen und Stellungnahmen zur Entsorgung dabei; Christian Russau, für den BUND und die Kritischen Aktionäre.

So erfuhren wir von Dr. Lohr:
  • Vorlauf-Kosten bisher für das Oberweser-Rohr incl. Büro in Hofgeismar usw. 10 Mio €, davon 5 Mio € in 2017. Anmerkung: Das ist aber für k+s "kein Geld". Zur Relativierung: 2017 lag der Umsatz bei ca 3,6 Milliarden €. Will sagen: dass man bereits 10 Mio investiert hat, ist kein Grund für den Konzern, das Ding auch zu bauen.
  • Die anvisierte Inbetriebnahme einer eventuellen Oberweser-Pipeline Ende 2021 sei unter keinen Umständen zu halten: vor allem wegen der Verzögerungen beim Raumordnungsverfahren.

Nicht neu:
  • Geprüft werde Untertage-Einstapelung, Halden-Begrünung, neue Verfahren von internen und externen (gemeint wohl K-Utec) Fachleuten zur Gewinnung weiterer Produkte aus den Salzabwässern und damit ihre Verminderung.
  • Bis Ende 2018 weiß er, ob k+s die Einleitung in die Weser benötige.
  • Mit den Kritikern wolle er direkt reden, nicht über Dritte. Wie, wann, wer, worüber ließ er offen.

Nach dem Spektakel - ja, die Stadthalle war vor dem Redebeginn von Lohr in blaues Licht getaucht, leicht martialische Musik erschallte und es rieselte Salz im kanadischen Werk in schillerndsten Farben auf der Großbild-Leinwand.
Alle Medien geben dem Neuen und seinem "neuen Stil" eine Chance. Kritik an K+S wird dennoch überall mit erwähnt. Die Links sind auf Wasser-in-Not.de eingestellt.

Fazit Es war wichtig, dass wir wieder Flagge gezeigt haben. Wir haben dem neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Burkhard Lohr keine Atempause gegönnt, sondern mit kritischen und detaillierten Fragen aufgezeigt, dass auch unter seinem Vorsitz der Widerstand von der Oberweser gegen die Umweltsünden von K+S nicht nachlassen wird.

Wir bleiben dran.

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